Kind mit Epilepsie gesucht: Ein Epilepsiewarnhund wartet

 

Endlich einen ausgebildeten Epilepsiewarnhund haben. Für unsere neue Aktion in Zusammenarbeit mit der neuraxFoundation werden Kinder mit Epilepsie gesucht, die sich einen Assistenzhund wünschen.

Möchte Ihr Kind einen Epilepsiewarnhund, aber Sie konnten sich bisher keinen leisten? Die neuraxFoundation verschenkt jetzt die Ausbildung eines Epilepsiewarnhundes.

Familien, die ein Kind mit fokaler Epilepsie haben, können sich vom 25. März 2022 bis zum 10. Juni 2022 für diese Aktion bewerben.

Auf unserem Assistenzhunde-Campus in Gribbohm werden derzeit mehrere Warnhunde ausgebildet, deren Training etwa in einem halben Jahr abgeschlossen sein wird. Da der Assistenzhund und sein zukünftiger Partner einander glücklich machen sollen, gibt es keine Assistenzhunde von der Stange. Das Deutsche Assistenzhunde-Zentrum T.A.R.S.Q. sucht immer den perfekten Assistenzhund für einen Bewerber und den passenden Bewerber für einen Assistenzhund. Deshalb wird die Familie, die im Rahmen der Aktion einen Epilepsiewarnhund erhält, am Ende eventuell auf mehrere Hunde treffen, um herauszufinden, welches Matching passt.

 

 

 

Infos zu neuraxFoundation gGmbH
Infos zum Epilepsiewarnhund
Voraussetzungen
Ablauf

Bewerbung
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Infos zu neuraxFoundation gGmbH


Die neuraxFoundation gemeinnützige GmbH wurde im Jahr 2014 als sozialer Bereich der neuraxpharm Arzneimittel GmbH ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist es, Patienten und ihre Angehörigen sowie deren Ärzte über die Bereitstellung von Medikamenten hinaus zu unterstützen. Schwerpunkte des Engagements liegen in der sozialrechtlichen und psychosozialen Beratung von Betroffenen und Fachgruppen durch den Informationsdienst neuraxWiki. Als Engagement der neuraxFoundation gGmbH fördert neuraxPro soziale Projekte und unterstützt Patientenorganisationen bei ihren Tätigkeiten.

www.neuraxFoundation.de

 

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Infos zum Epilepsiewarnhund

 

Epilepsiewarnhunde warnen einen Epileptiker einige Minuten, bevor ein fokaler Anfall eintritt. Das Warnen geschieht, je nach Hund durch ein typisches Warnverhalten, beispielsweise Anstupsen mit der Nase, Pfote aufs Bein legen oder Handrücken lecken. Dies ermöglicht dem Epileptiker einen sicheren Ort aufzusuchen, sich hinzusetzen oder falls es bei seiner Epilepsieform möglich ist, rechtzeitig Notfallmedikamente einzunehmen. Dadurch verhindert der Epilepsiewarnhund direkt Verletzungen und kann Leben retten.

Gleichzeitig lernt der Hund den Eltern Bescheid zu geben und weckt nachts die Eltern, wenn ein Anfall naht.

Ebenso werden mit dem Hund weitere nützliche Hilfeleistungen trainiert, je nach individueller Situation des Betroffenen.

Jedoch kann der Warnhund leider keine Anfälle vollständig verhindern, wenn nicht ein Notfallmedikament eingenommen werden kann. Das bedeutet, dass der Warnhund nur Bescheid geben kann, dass ein Anfall naht, dieser aber trotzdem passiert. Trotzdem zeigen Berichte von Betroffenen, dass sich die Anfälle durch einen Warnhund langfristig verringern können.

Das Deutsche Assistenzhunde-Zentrum T.A.R.S.Q. bildet seit 14 Jahren Epilepsiewarnhunde aus.

Bereits Mitte der 1980er-Jahre wurde weltweit das erste Mal von Epilepsiewarnhunden berichtet. Dabei wurde eher zufällig herausgefunden, dass es Hunde mit der Fähigkeit zum Warnen gibt.

Die amerikanische Assistenzhundetrainerin Dawn Jecs führt im Washington Staatsgefängnis für Frauen ein Programm durch, bei dem die Insassinnen LpF-Assistenzhunde ausbilden sollten. In dem Programm befand sich die Deutsche Schäferhündin Sheba, die von der Insassin Sue Miller ausgebildet wurde. Bei einem Besuch der 14-jährigen Angie Barnum, die nicht nur auf den Rollstuhl angewiesen ist, sondern auch Epilepsie hat, erlitt diese einen epileptischen Anfall.

Sue Miller erinnert sich 1994 in einem Interview mit der "Associated Press": "Das erste Mal, als Sheba bei dem 14-jährigen Mädchen einen drohenden Anfall bemerkte, ging sie zu unserem Erstaunen direkt auf das Mädchen zu, starrte sie an und war absolut aufmerksam. Sie ignorierte meine Kommandos und zwang das Mädchen ihre Aktivität einzustellen. Auf Hundeart gab sie ihr zu verstehen sich hinzusetzen." Miller berichtet, dass jeder, der es miterlebt hat, sofort wusste, dass Sheba etwas Besonderes konnte: "Sie reagierte nicht nur auf einen Anfall, sondern konnte vorhersehen, wenn ein Anfall kommen wird."

Shebas Gabe wurde schnell bekannt. Die Medien stürzten sich damals auf diese Geschichte und so wurde der Begriff „Seizure Alert Dog“ (deutsch: Anfallswarnhund) geboren. Sheba war die weltweit erste Warnhündin. Die Hündin wurde an Angie Barnum vermittelt. Seit ihrer Kindheit litt Angie unter mehrmals täglichen Anfällen, bei denen sie teilweise Atemaussetzer hatte. Bevor sie Sheba bekam, traute sich die junge Frau nicht mal allein ihre Haare zu waschen aus Angst vor einem plötzlichen Anfall. Sheba bemerkte jeden ihrer Anfälle einige Minuten im Voraus. Nahte ein Anfall, brachte sie Angie dazu sich hinzulegen, damit sie sich durch einen Sturz nicht verletzen konnte und wachte während des Anfalls über die Atmung ihres Frauchens.

 

 

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Voraussetzungen

 
Mitmachen bei der Aktion können Bewerber, die folgende Voraussetzungen erfüllen:



  • Der Bewerber hat eine diagnostizierte Epilepsie mit fokalen Anfällen.
  • Der Bewerber ist 6 bis 14 Jahre alt.
  • Die Familie des Bewerbers kann sich um die emotionalen, körperlichen und finanziellen Bedürfnisse des Assistenzhundes kümmern.
  • Der Bewerber und seine Erziehungsberechtigten gehen davon aus, dass ein Epilepsiewarnhund die Lebensqualität für den Bewerber verbessern würde und ihm bei der Teilhabe im Alltag helfen kann.
  • Der Bewerber sowie seine Familie sind bereit und fähig aktiv den Lernprozess des Assistenzhundes weiterzuführen, auch nach der Einarbeitung und der Prüfung. 
  • Der Bewerber bringt ausreichend Zeit und Willen mit für die Bindungsarbeit mit dem Hund.
  • Der Bewerber möchte, dass sein Warnhund 24 Stunden mit ihm zusammen ist.

 

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Ablauf

 

1. Ausfüllen der Bewerbung

Füllen Sie das Bewerbungsformular aus und schicken Sie die Bewerbung mit einem Attest vom Facharzt entweder per E-Mail an oder per Post an uns.

 

2. Antwort auf Ihre Bewerbung

Wenn die Bewerbung bei uns eingegangen ist, werden wir uns gemeinsam mit der neuraxFoundation gGmbH die ausgefüllten Informationen anschauen und nach Durchsicht der Bewerbung Kontakt zu Ihnen aufnehmen.

Wenn Sie die Voraussetzungen für einen Epilepsiewarnhund erfüllen, erhalten Sie einen ausführlichen Bewerbungsfragebogen von uns und unsere Assistenzhundetrainerin möchte Sie gern persönlich kennenlernen. Anschließend folgt ein Bewerbungsgespräch mit unserer Assistenzhundetrainerin.

Anhand der Voraussetzungen, dem Bewerbungsgespräch und Ihrer Angaben wird geprüft, ob Sie in die engere Auswahl auf einen Epilepsiewarnhund kommen.

Bitte beachten Sie, dass im Rahmen dieser Aktion mit der neuraxFoundation gGmbH nur ein Bewerber einen Epilepsiewarnhund erhalten kann. Erhalten wir mehrere oder viele Bewerbungen, die alle fachlichen erforderlichen Kriterien für einen Warnhund erfüllen, wird ein Komitee der neuraxFoundation gGmbH den Bewerber losen.

 

3. Bei unserer Assistenzhundetrainerin

Wenn die neuraxFoundation Ihnen die Ausbildung eines Epilepsiewarnhundes schenkt, lädt unsere Assistenzhundetrainerin Ihre Familie zu einem persönlichen Kennenlernen in Schleswig-Holstein in der Nähe von Hamburg ein. Vor Ort können Sie der Trainerin alle Fragen zur Ausbildung und dem späteren Alltag mit Assistenzhund stellen.

 

4. Kennenlernen des Assistenzhundes und die Einarbeitung

Bei dem Treffen mit der Assistenzhundetrainerin lernen Sie Epilepsiewarnhunde kennen, die zu Ihrem Kind passen. Gleichzeitig werden Sie und Ihr Kind mit einem Hund arbeiten, um zu schauen, ob dieser Hund der richtige Assistenzhund für Ihr Kind ist. Wenn Ihr Kind und der Epilepsiewarnhund perfekt zusammenpassen, beginnt die Einarbeitungszeit. Während der Einarbeitungszeit schult die Assistenzhundetrainerin Sie und Ihr Kind über einen Zeitraum von zwei Wochen. In der Einarbeitung lernen Sie alles Nötige rund um die Pflege und Versorgung des Hundes, die Kommandos sowie Hilfeleistungen und den Alltag mit dem Hund. Außerdem werden Sie geschult zu erkennen, wenn der Hund Ihr Kind warnt und Sie lernen, wie Sie dann reagieren sollten.

 

5. Prüfung

Die Assistenzhundetrainerin hat Sie optimal auf die Team-Prüfung vorbereitet, sodass

Sie sich zur Assistenzhunde-Team-Prüfung anmelden können, wenn sich das Zusammenleben mit dem Warnhund einige Zeit im Alltag eingespielt hat und er Ihr Kind zuverlässig warnt.

Nun nehmen Sie und Ihr Kind mit dem Assistenzhund an der Team-Prüfung teil, bei der überprüft wird, dass Sie als Team zusammenarbeiten können und der Hund die erforderlichen Aufgaben und Standards in der Öffentlichkeit beherrscht.

 

6. Nachbetreuung

Nach der Prüfung ist unsere Assistenzhundetrainerin weiterhin für Sie da. Haben Sie Fragen oder haben sich kleine Fehler eingeschlichen, kontaktieren Sie die Trainerin, damit sie Ihnen helfen kann. Kurze Fragen lassen sich schnell per E-Mail oder Telefon klären. Dasselbe gilt für Tipps zum Warnhund-Tagebuch. Wenn aber nach einigen Monaten oder Jahren ein größeres Trainingsproblem auftaucht, können Sie jederzeit eine Trainingsstunde mit der Trainerin vereinbaren.

 

 

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Bewerbung

 Sie können sich auf die Ausbildung eines Epilepsiewarnhundes bewerben, indem Sie das Bewerbungsformular ausfüllen, ein Attest vom Facharzt beilegen und alles zusammen an uns senden. Auf dem Bewerbungsformular benötigen wir keine handschriftliche Unterschrift. Sie können das Formular auch direkt im PDF ausfüllen, wenn Sie möchten.
Wir bestätigen den Eingang jeder Bewerbung innerhalb von 1 Woche, wenn die Bewerbung per E-Mail eintrifft. Postalische Bewerbungen werden innerhalb von 1 Monat bestätigt.

Senden Sie Ihre Bewerbung entweder per E-Mail an

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oder per Post an folgende Adresse

DAZ T.A.R.S.Q. Ltd.

Parcusstraße 6

55116 Mainz

 

 

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Bewerbungsfragebogen

Hier finden Sie den Bewerbungsbogen zum Ausfüllen. Falls Sie Schwierigkeiten beim Öffnen haben, melden Sie sich gerne bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 


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Das Training beobachten

 

Auf unserem neuen Blog können Sie das Training der Epilepsiewarnhunde auf dem Campus beobachten. Regelmäßig finden Sie auf unserem Blog Ausschnitte der Trainingsstunden, Hintergründe und Updates zu den Hunden.

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