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Zigarettenqualm, schreiende Kinder, Stimmengewirr, hupende Autos und zu allem Überfluss scheint Andreas die heiße Mittagssonne auf den Kopf. All das nimmt der junge Mann intensiv wahr. Aber wo ist bloß die Bushaltestelle? Versuchen Sie sich einmal an einem Montagmittag in einer Großstadt in den blinden Andreas hineinzuversetzen. Zu einer fast unüberwindbaren Herausforderung wird es die Bushaltestelle zu finden, den Eingang des Supermarktes in 575 Metern oder eine Sitzbank im Park. Wie würden Sie sich fühlen, wenn Sie solche Alltagstätigkeiten plötzlich nicht mehr alleine schaffen könnten und ständig auf die Hilfe fremder Menschen angewiesen wären?

Andreas und anderen stark sehbehinderten und blinden Erwachsenen können Sie durch einen gut ausgebildeten Blindenführhund helfen! Der Blindenführhund lernt viele Orte anzuzeigen und seinen Partner dorthin zu führen, wie Ampeln, Zebrastreifen, Briefkästen, Bushaltestellen, Eingänge von Geschäften, Sitzgelegenheiten und viele andere. Zusätzlich sorgt er für die Sicherheit seines Partners, indem der Hund lernt, Treppen anzuzeigen, über die Straße zu führen und Hindernissen auszuweichen. Zu letzterem gehören nicht nur Seitenhindernisse wie Laternenpfosten oder Mülltonnen, sondern auch Höhenhindernisse wie Schranken und Bodenhindernisse wie Schläuche oder aufgeklappte Gullydeckel.

 

Blindenführhundetrainer ist der älteste Beruf in der Arbeit mit Hunden als Helfer. Bereits in den 1920er Jahren wurden in Deutschland die ersten Blindenführhundetrainer ausgebildet.

Helfen auch Sie Menschen mit einer starken Sehbehinderung oder Erwachsenen, die vollständig erblindet sind. Lernen Sie, wie Sie professionell Blindenführhunde ausbilden.

Aktuell gibt es viel mehr Menschen, die einen Blindenführhund haben möchten, als ausgebildete Hunde. Werden Sie Blindenführhundetrainer und schenken Sie damit stark sehbehinderten und blinden Menschen Unabhängigkeit und Sicherheit.

 

In dieser Ausbildung „Blindenführhundetrainer“ lernen Sie professionell von erfahrenen Blindenführhundetrainern in Theorie und Praxis Blindenführhunde auszubilden. Sie lernen wie Sie anhand von Welpentests geeignete Welpen auswählen können und worauf Sie bei einem Welpen achten müssen, damit er für die spätere Führhundarbeit geeignet ist. Sie erfahren wie und wo Sie geeignete Junghunde finden können, die sofort mit der Ausbildung beginnen können und welche Voraussetzungen diese mitbringen müssen. Lernen Sie, wie und warum Sie eine Bestandsaufnahme und Eignungstests während der Ausbildung machen sollten und was Sie tun müssen, wenn ein Hund sich während der Ausbildung als nicht geeignet herausstellt. Lernen Sie anhand von gezielten Übungen, bevor Sie anfangen Ihren ersten Blindenführhund auszubilden, die richtigen Kommandos und Richtungsanweisungen zum Anleiten des Hundes einzusetzen. Werden Sie anhand von „Trockenübungen“ in Ihrem Handwerk sicher, bevor Sie mit einem Hund arbeiten. Üben Sie das Training eines Blindenführhundes und einen Kostenvoranschlag für Kostenträger erstellen. Lernen Sie alle Kommandos und Aufgaben, die ein Blindenführhund lernt und wie Sie diese mit Hunden einüben. Entdecken Sie wie Sie Blindenführhunde gewaltfrei und mit Spaß für den Hund ausbilden. Lassen Sie sich von erfahrenen Blindenführhundetrainern die Arbeit mit Blindenführhunden zeigen und wie Sie am Führhundgeschirr laufen ohne den Hund über das Geschirr zu beeinflussen. Finden Sie heraus, wie Sie den Lernstand eines Hundes in Ausbildung überprüfen und dokumentieren und welche Voraussetzungen für die Kostenübernahme durch die Krankenkasse erbracht werden müssen.

Nach der dreitägigen Praxisschulung erhalten Sie ein Zertifikat Ihrer Ausbildung zum Blindenführhundetrainer.

Bitte beachten: Sie lernen in dieser Ausbildung ausschließlich die Arbeit mit Blindenführhunden. Dieses Wissen alleine reicht in der Regel nicht aus, um in Deutschland eine Genehmigung nach §11 Tierschutzgesetz zu beantragen. Für eine Genehmigung nach §11 benötigen Sie noch zusätzliches Wissen rund um Hunde und Trainingsmethoden.


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So sieht Ihre spätere Arbeit aus

Sie verbringen Ihre meiste Arbeitszeit mit den Hunden: Zuerst suchen Sie Welpen oder Junghunde aus, die für die Arbeit als Blindenführhund geeignet sind und kaufen diese an. Täglich trainieren Sie mit den angehenden Blindenführhunden. Am Ende der Ausbildungszeit arbeiten Sie den Hund mit seinem sehbehinderten Partner ein.


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Beginn, Dauer, Termine
Beginn

Sie können sofort mit dem Lernen der Theorie und mit den praktischen Übungen beginnen. Direkt nach der Buchung dieser Ausbildung und erfolgreicher Zahlung erhalten Sie alle Theorieinhalte zum Download.

Die 3-tägige-Praxisschulung findet im Mai 2020 in Berlin statt


Dauer:

Sie lernen in Ihrem eigenen Tempo. Wenn Sie eine professionelle Arbeit als Blindenführhundetrainer anstreben, sollten Sie neben dem Lernen der Theorie und der Praxisschulung viel Zeit in regelmäßige „Trockenübungen“, die Sie in der Ausbildung lernen und das Üben der Aufgaben mit verschiedenen Hunden investieren, bevor Sie Ihre Arbeit beginnen. All diese Tipps finden Sie in Ihren Theorieinhalten. Am Besten lernen Sie in der Praxis – nehmen Sie sich also Zeit ausgiebig das Wissen, das Sie in dieser Ausbildung gelernt haben, zu üben!


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Theorieinhalte

6 Onlineskripte

 

  1. Der Blindenführhund im Detail: die Ausbildung, alle Aufgaben und Kommandos

  2. Kostenvoranschlag für Kostenträger erstellen lernen

  3. Die Arbeit mit Patenfamilien für die Welpenzeit

  4. Die Auswahl geeigneter Blindenführhunde: Welpen und Junghunde/erwachsene Hunde

  5. Welpentests und Eignungstests für Hunde ab 5 Monate

  6. Übungen für die Praxisarbeit

 

 

  • Eignungstests für Blindenführhunde

  • Wie finde ich einen geeigneten Welpen

  • Wo finde ich geeignete Welpen für die Ausbildung zum Blindenführhund

  • Wie nehme ich Kontakt zu Züchtern auf

  • Was sind die Voraussetzungen für einen Welpen für die Blindenführhundeausbildung

  • Was muss ich dann machen, wenn ich einen geeigneten Welpen gefunden habe

  • Welpentests für Blindenführhunde

  • Eignungstests für Junghunde/erwachsene Hunde

  • Ankauf geeigneter Junghunde/erwachsener Hunde

  • Warum darf ich keinen dreijährigen Hund in die Blindenführhundeausbildung nehmen

  • Warum darf ein Blindenführhundkandidat nicht stark auf visuelle Reize reagieren

  • Was macht einen guten Blindenführhundkandidaten aus

  • Gibt es Rassen die besonders geeignet sind

  • Welche Rassen darf ich nicht ausbilden

  • Welche Hunde darf ich nicht ausbilden

  • Was sagen wissenschaftliche Studien zu Blindenführhunden über die Eignung

  • Woher bekomme ich die Ausstattung für einen Blindenführhund und welche Voraussetzungen muss ich dabei erfüllen

  • Für welche Betroffenen ist ein Blindenführhund geeignet?

  • Welche Voraussetzungen sollte der Sehbehinderte erfüllen?

  • Muss der Sehbehinderte zu 100% sehbehindert sein?

  • Wie fühlt sich jemand mit einer Sehbehinderung?

  • Welche Anforderungen gibt es an den Blindenführhund?

  • Welche Aufgaben lernt ein Blindenführhund?

  • Muss ein Blindenführhund alle Aufgaben lernen?

  • Lernt der Blindenführhund die Hörzeichen auf Deutsch oder Italienisch?

  • Muss ein Blindenführhund selbstständig lernen zu schauen, ob die Straße frei ist?

  • Wie gewöhne ich den Hund an das Führhundgeschirr?

  • Wie baue ich das Training für den

  • Blindenführhund auf?

  • Wann beginne ich mit dem Training?

  • Wie baue ich die einzelnen Aufgaben auf?

  • Welche Schwierigkeiten können im Training auftreten?

  • Wie kann ich als Trainer das korrekte Geben der Hörzeichen lernen?

  • Was muss ich als Trainer über die Einarbeitung wissen?

  • Übung: Orientierungs- und Mobilitätstraining mit Langstock.

  • Übung: Richtungsanweisungen in meiner Umgebung üben.


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Kosten

899 Euro

Melden Sie sich für diesen Ausbildungslehrgang bei Jana Bosch an unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!



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Vorteile

In der Ausbildung „Blindenführhundetrainer“ lernen Sie wie Blindenführhunde professionell ausgebildet werden. Nach der Praxisschulung erhalten Sie ein Zertifikat.




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