Projektgruppe Covid-19-Hunde

Ausnahmesituationen erfordern außergewöhnliche Projekte. Als uns am Freitag, 27. März 2020 die Anfrage erreichte, ob wir helfen könnten Covid-19-Hunde für Deutschland auszubilden, sagten wir sofort unsere Hilfe zu. Spontan wurde daraufhin im Deutschen Assistenzhunde-Zentrum T.A.R.S.Q. am Samstag eine Projektgruppe zum Thema Corona-Hunde ins Leben gerufen. Die Projektgruppe besteht aus 10 Assistenzhundetrainern, die momentan täglich ehrenamtlich mit ihrer Zeit, ihrem Geld und ihrem Wissen zu Corona-Hunden arbeiten. Jeder Experte der Projektgruppe bringt sich mit individuellem Hintergrundwissen ein, sodass die Gruppe um Expertenwissen in den Bereichen Geruchstraining, Hundetrainer, Rettungshundearbeit sowie medizinisches Personal bereichert wird.
 




Das Team der Projektgruppe
 
Hallo, mein Name ist Christin Remmers. Ich bin Hundetrainerin seit 10 Jahren. Sowohl im Rettungshundebereich tätig gewesen, als auch immer noch im Schlittenhundesport. Meine Leidenschaft war die Arbeit mit schwierigen verhaltensgestörten Hunden und die Ausbildung von Suchhunden. 2015 habe ich die Ausbildung zur Assistenzhundetrainerin beim DAZ begonnen und arbeite nun als Assistenzhundetrainerin und ich liebe diesen Job! 
 
 
Mir, Luca Barrett (Gründerin des Deutschen Assistenzhunde-Zentrum T.A.R.S.Q. und Pionierin der Diabetikerwarnhunde und PTBS-Assistenzhunde), ist es ein großes Anliegen Euch allen in dieser schweren Zeit beistehen zu können. Obwohl jetzt noch niemand weiß, ob Corona-Hunde tatsächlich ohne Risiko für Hund und Mensch ausgebildet werden können, möchte ich nicht so schnell aufgeben. Ich möchte zumindest gemeinsam mit den großartigen Trainerinnen in unserer Projektgruppe, Virologen und Tierärzten herausfinden, ob es nicht doch eine sichere Möglichkeit gibt, helfen zu können.

 
Petra Köhler, Trainerin, IACP-CDT-PDTI, (International Association of Canine Professionals) IHK Potsdam, Hunde-Erzieherin/Verhaltensberaterin
DAZ Assistenzhundtrainerin, geboren wurde ich 77 in Deutschland und habe über mehrere Jahre in den USA und Spanien gelebt und gearbeitet. Dieses Projekt unterstütze ich, um die Welt für alle etwas einfacher zu machen. Da ich selbst zur Risikogruppe gehöre, versuche ich meine Unterstützung über das Team Medien zu geben.
 
Mein Name ist Bianka Niemeyer. Ich möchte in diesen schweren Zeiten dazu beitragen, den Kampf gegen Corona zu gewinnen. Deshalb möchte ich meine Hündin Bailey auf den Geruch von Corona trainieren. Ich bin in der Projektgruppe Corona Hunde im Team für die Medienarbeit, Einsatz und das Training.


Ich heiße Daniela Jekubzik, und bin Auszubildende zur Assistenzhundtrainerin beim DAZ. Innerhalb des Projekts bin ich Ansprechpartnerin für die Medien, sowie für das Training und spätere Einsätze zuständig.
 
Ich bin Nathalie Gey und bin derzeit in der Ausbildung zur Assistenzhundtrainerin. Ich hoffe, dass ich mit meinen Ideen die aktuelle Situation verbessern kann.
 

Mein Name ist Barbara Junker, bin in Ausbildung zum Assistenzhundetrainer und hoffe, dass dieses Projekt vielen Menschen helfen kann.

 

Mein Name ist Britta Petersen, ich bin Hundetrainerin und Assistenzhundetrainerin in Schleswig-Holstein. In meinem Hauptjob arbeite ich als Krankenschwester, also direkt mit den an Covid 19 erkrankten Patienten. Für diese Arbeit wäre ein Hund der Corona erschnüffelt sehr von Vorteil und würde die Arbeit wesentlich erleichtern.

Franziska Olbrich mit Akima, Team Training und Einsatz
Erfahrungen im Geruchstraining aus der Rettungshundestaffel

Mein Name ist Yvonne Schulte und ich möchte das Glück teilen, daß ich mit meinem fröhlichen Vierbeiner geschenkt bekommen habe.
Seit meiner Jugend bin ich ehrenamtlich im Roten Kreuz, daher lag der Gedanke nahe, daß mein eigener Hund einmal ein Rettungs- oder Besuchshund werden sollte.
Die Bewohner in Altenheimen oder anderen sozialen Einrichtungen können wir vorerst nicht wie geplant mit Schmuseeinheiten vom Hund oder Tricks erfreuen, aber vielleicht ist es ja zukünftig die Hundenase, die uns ein Stück der alten Normalität zurück gibt.
Der Geruchssinn eines Hundes ist ein fazinierendes Thema.
Ich fände es toll wenn die feuchte schwarze Nase meiner Hundedame nicht nur abends auf meinem Schoß liegen würde, um gestreichelt zu werden, sondern wenn sie auch bei der Eindämmung der Pandemie helfen könnte.

 

Mein Name ist Detlef Zumdiek. Ich bin 56 Jahre Alt und betreibe seit mehreren Jahren ein Unternehmen mit Sprengstoffspürhunden. Sehr gerne bringe ich mich mit meinem Wissen und Netzwerk in diese Projektgruppe ein, um gebündelt und gezielt mit unseren zukünftigen Covid-19-Hunden einen Beitrag zur Bekämpfung der weltweiten Pandemie zu leisten. Homepage
 
Ich bin Dave Brunnock aus Limerick, Irland und seit Mitte der 1980-er Jahre in der Hundeausbildung tätig. Angefangen mit Jagdhunden (working gundogs), vorwiegend Spaniel, Retriever, Pointer und Setter, kam ich zur Arbeit mit Spürhunden, Schutzhunden, Familienhunden und ihren Familien.  Homepage


Ich bin Bill Grimmer aus Kanada. Ich habe mich auf Spürhunde und Hunde für den Sicherheitsdienst spezialisiert. Zudem habe ich bisher Assistenzhunde, Polizeihunde und Rettungshunde ausgebildet sowie Sprengstoffspürhunde, Drogenspürhunde und Kadaver-Suchhunde. Als Trainer habe ich bereits in Amerika, der Karibik, Südamerika und Europa gearbeitet. In der ehemaligen UdSSR und den österreichischen Alpen war ich auf Rettungshunde-Einsätzen mit meinen Hunden. Für die Regierungen der Vereinigten Staaten von Amerika und Südamerika habe ich Drogenspür- und Sprengstoffhunde ausgebildet. Polizeibehörden in Kanada und über Kanadas Grenzen nehmen meine Hilfe und Beratung in Anspruch.  Video     Homepage

 
 

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Die Gruppen der Projektgruppe

Projektleitung:
Petra Köhler            Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Christin Remmers    Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Organisation/Koordination:
Luca Barrett   Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Yvonne Schulte  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Team Presse/Medienservice:
Petra Köhler    Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Luca Barrett   Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Bianka NiemeyeDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Daniela Jekubzik   Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 

Team Training:
Bianka Niemeyer    Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Petra Köhler      Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Barbara Junker    Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Luca Barrett    Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Christin Remmers   Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Britta Petersen    Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Daniela Jekubzik   Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Franziska Olbrich  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Nathalie Gey      Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Yvonne Schulte  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Team Einsatz:
Bianka Niemeyer    Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Christin Remmers  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Britta Petersen     Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Daniela Jekubzik   D.JekubzikProjekt@assistenzhunde-zentrum
Franziska Olbrich   Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Yvonne Schulte  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 
Team Kooperation:
Petra Köhler    Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Luca Barrett    Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 
 
Unsere Covid-19-Projektgruppe war live im WDR BERICHT
 
 
Hotline für Medienvertreter: Bevorzugen Sie eine Kontaktaufnahme per Telefon? Für telefonische Fragen zum COVID-19-Hunde-Projekt rufen Sie bitte Petra Köhler unter folgender Telefonnummer an:        0176 61223388

(Bitte haben Sie Verständnis, dass dies KEINE Telefonnummer für allgemeine Fragen der Bevölkerung zu COVID-19-Hunden ist. Diese Hotline ist nur für Journalisten und Medienberichterstatter.)

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Auch das Magazin von Deine Tierwelt berichtet über unsere Projektgruppe.  Bericht

Wie lange gibt es Corona-Hunde?

Der Gedanke zu Corona-Hunden ist ganz neu und hat ausschließlich mit der Coronakrise zu tun. Faktisch gibt es bisher noch keine Corona-Hunde, weil bisher noch nicht gesichert ist, ob sie wirklich ohne Risiko ausgebildet werden können und ob sie das Coronavirus riechen können. Daran arbeitet unsere Projektgruppe jetzt.
Unsere britischen Kollegen von Medical Detection Dogs bilden seit 2018 Malaria-Spürhunde aus, die erkennen sollen, ob jemand an Malaria erkrankt ist, um die Zahl der Malariaerkrankungen langfristig zu verringern. Jetzt haben sie zusammen mit der „Durham Universität“ und der „London School of Hygiene and Tropical Medicine ( LSHTM)“ einen Versuch durchgeführt, um herauszufinden, ob Hunde auch bei der aktuellen Coronakrise in Großbritannien helfen können. Ausgehend von wissenschaftlichen Studien, die nachweisen konnten, dass sich bei Malaria ein Geruch im Körper des Infizierten verändert, hält es Professor James Logan vom LSHTM für wahrscheinlich, dass Hunde auch bei Corona-Patienten einen veränderten Geruch wahrnehmen könnten.
Aktuell ist es aber noch völlig unbekannt, ob Hunde dies tatsächlich können und falls ja, was sie dabei merken. Hierzu führen die Briten gerade eine Studie durch.
Da die Uhr in Zeiten von Covid-19 aber rennt und es nichts hilft, wenn Hunde erst in vier oder sechs Monaten ausgebildet wären, können wir leider nicht ausschließlich auf die Ergebnisse der britischen Studie warten. Deshalb arbeitet unsere Projektgruppe parallel mit deutschen Experten (Virologen, Universitäten, Institutionen, Ärzten und Tierärzten) zusammen, um für Deutschland herauszufinden, ob Deutschland mit Corona-Hunden geholfen werden kann! Gleichzeitig suchen wir den internationalen Austausch mit Experten, um von diesen neue Erkenntnisse gewinnen zu können. Dieses Engagement bezieht sich nur auf die derzeitige Lage und Situation im Land.
 

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Was sind Corona-Hunde (Covid-19-Hunde)?

Corona-Hunde sind Spürhunde, die erkennen sollen, wenn jemand mit Covid-19 infiziert ist, selbst bevor er Symptome zeigt. Corona-Hunde sind keine Assistenzhunde (Behindertenbegleithunde). Corona-Hunde arbeiten gemeinsam mit dem Hundehalter (Trainer) zum Wohle vieler Menschen.
 

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Was ist das Ziel des Projekts?

Zuerst muss herausgefunden werden, ob eine Ausbildung und ein Einsatz von Corona-Hunden möglich ist. Dabei stehen die Sicherheit und Gesundheit von Hund und Mensch im Vordergrund. Nur wenn beides gewährleistet ist, kann eine Ausbildung von Corona-Hunden umgesetzt werden.

Stellt sich heraus, dass eine Ausbildung von Corona-Hunden ohne Gefahr für Hund und Mensch beginnen kann, haben wir hoffentlich ab etwa Ende Mai fertig ausgebildete Corona-Hunde, die in Deutschland und Malta in den Einsatz gehen können.

Das Ziel dabei ist, dass Corona-Hunde möglichst schon zu Beginn einer Infektion Infizierte herausfinden können, noch bevor sie Symptome zeigen. Dies ermöglicht eine sofortige Quarantäne Infizierter und Verringerung von weiteren Ansteckungen.
Sollte es zudem nicht genügend Tests für die gesamte Bevölkerung geben, könnten Corona-Hunde eine alternative Testmöglichkeit werden. Die britischen Kollegen gehen davon aus, dass ein solcher Hund bis zu 250 Menschen pro Stunde „abscannen“ könnte, dies könnte eine große Hilfe sein.

Wir hoffen, dass wir Deutschland, Malta und Euch allen durch unser Engagement und Wissen in dieser schwierigen, noch nie dagewesenen, Zeit konkret helfen können.
Das Ziel ist die Verringerung von Ansteckungen und Eindämmung der Weiterverbreitung des Coronavirus.
 

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Welche Hunde werden als Corona-Hunde eingesetzt?

Unsere Trainer setzen ihre eigenen privaten Hunde ein, die selbstverständlich auch nach der Coronakrise weiter Familienhunde sein dürfen. Voraussetzung für die Hundeteilnahme am Projekt ist, dass die Hunde erwachsen und gesund sind sowie über Erfahrung im Geruchstraining verfügen. Dadurch bringen sie bereits Grundlagen für die Ausbildung mit, sodass ein Training auf das Coronavirus schnell beginnen kann und effektiv sein wird.
 
 

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Wo werden unsere Corona-Hunde später eingesetzt?

9 unserer Trainer in der Projektgruppe kommen aus Deutschland. Wird es zu einem Einsatz der Corona-Hunde kommen, werden sie bundesweit eingesetzt werden können.
Eine unserer Trainerinnen kommt aus Malta. Sie arbeitet eng mit den maltesischen Institutionen zusammen, um Malta durch Corona-Hunde helfen zu können.
 

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So werden mögliche Corona-Hunde später eingesetzt

Ausgebildete Corona-Hunde sollen überall dort helfen, wo Hilfe gewünscht, sinnvoll und notwendig ist. Denkbar sind Einsätze auf Flughäfen und an Häfen, um bei der Einreise Infizierte erkennen zu können. Zusätzlich an Schulen, Kindergärten, Behinderteneinrichtungen, Supermärkten, Pflege- und Altenheimen. Ebenso ist unsere Projektgruppe offen für mögliche Kooperationen und Einsatzwünsche von Institutionen, Bundesregierung usw.
 
 

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Transparenz

Wir möchten Euch gegenüber immer transparent sein. Besonders aber in diesen Zeiten ist Transparenz wichtiger als jemals zuvor. Deshalb werden wir Euch an dieser Stelle in den kommenden Wochen stets auf dem Laufenden halten zu allen neuen Erkenntnissen und Entwicklungen rund um die Corona-Hunde. In diesen Zeiten müssen wir alle besonders zusammenhalten. Wir teilen sehr gerne mit Euch den aktuellen Stand zu unserem Projekt und Neuigkeiten aus der Projektgruppe, damit Ihr einschätzen könnt, ob und wann Corona-Hunde Euch allen helfen könnten.

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Offizielles Schritte-Papier der Projektgruppe

Info: Die Projektgruppe geht von Schritt zu Schritt. Vor jedem neuen Schritt muss von der Gruppe ausgewertet werden, ob es möglich ist zum nächsten Schritt weiterzugehen. Ein notwendiger Abbruch des Projekts kann in jedem Stadium des Projekts stattfinden.

1. Schritt: Vorbereitung – Recherche Umsetzbarkeit
• Ist es überhaupt möglich Corona-Hunde auszubilden?
• Beratung von Experten (Virologen, Ärzten, Institutionen, Universitäten) bzgl. was könnten Hunde in welchem Erkrankungsstadium bemerken/riechen und wovon benötigen wir genau Proben?
• Welche Maßnahmen müssen getroffen werden, um die Hunde vor einer Ansteckung zu schützen (im
Training und später bei möglichen Einsätzen)? Und wie ist Geruchstraining mit maximalem Schutz
möglich? (Beratung durch Tierärzte, Professoren, Institutionen)
• Welche Maßnahmen müssen getroffen werden, um die Ausbilder zu schützen?
• Welche Maßnahmen müssen getroffen werden, um die Bevölkerung/Testpersonen später im Einsatz zu schützen, wenn die Hunde mehrere Menschen in kurzen Zeitabständen testen sollten?
• Wie können Proben beschafft werden?
• die Auswahl der Geruchsbehälter für die Proben speziell für das Coronavirus (Beratung durch Experten wie Ausbilder von Drogenspürhunden und Virologen)
• der sichere Umgang mit den Proben und Geruchsbehältern
• fachliche Vorplanung des Geruchstrainings

2. Schritt: Planung
• detaillierte Planung und Vorbereitung des Trainings
• erste Übungen/Vorarbeit für das Geruchstraining, während auf Geruchsproben gewartet wird
• konkrete Maßnahmen zur Probenbeschaffung
• Equipment für das Geruchstraining

3. Schritt: Training
• Umsetzung des Trainings (über ca. 6 Wochen)
• stetiger Austausch über das Training
• Vorplanung der Einsätze

4. Schritt: Einsätze
• Corona-Hunde-Teams gehen in den Einsatz
 

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Aktueller Stand
 

Mittwoch, 20.Mai 2020

In den letzten Wochen haben wir weiter recherchiert, welche Probe für Hund und Halter sicher ist. Zudem haben wir uns mit Kollegen, die weltweit ebenfalls an Covid-19-Hunden forschen vernetzt und Wissen ausgetauscht.
 
Wir sind derzeit in der Vorbereitung für das Training und für sichere Proben, sowie in Gesprächen mit Behörden bgzl. der erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen.
 
Gestern haben Kollegen und Forscher aus Finnland ihre Pilotstudie zu Covid-19-Hunden beendet. In einer 3-wöchigen Phase mit bereits ausgebildeten Krebsspürhunden haben sie herausgefunden, dass die Hunde Urinproben von Covid-19-Infizierten zuverlässig erkennen konnten. Die beiden Krebsspürhunde Kössi und Lucky haben innerhalb von einem Tag gelernt Proben von Corona-Infizierten von gesunden Proben zu unterscheiden. Sie haben sogar entdeckt, dass die beiden Hunde der Pilotstudie Infizierte erkennen können, bevor erste Symptome auftreten! Gleichzeitig fanden sie heraus, dass die Proben für Hund und Halter ungefährlich sind und sich keiner der Hunde angesteckt hat. In den kommenden Wochen werden sie ihre Studie ausweiten und ihre Ergebnisse konkretisieren.
 
Hier finden Sie einen Artikel zur Forschung der Finnen mit einem Foto von Kössi: BERICHT
 
Und hier ein älteres Video der Kollegen von Kössi bei der Erkennung einer Krebsprobe: VIDEO

 

Freitag, 17.04.2020
Trotz Ostern war unsere Projektgruppe wieder aktiv. Wir haben uns diese Woche intensiv mit der Frage beschäftigt, ob und wie Hunde einen Virus riechen können und welche Proben für das Training benötigt werden. Dazu hat unsere Projektleiterin Petra unermüdlich tolle Arbeit geleistet und  Virologen und Wissenschaftler kontaktiert. Auch aus den USA gibt es neue Berater, die uns bei unserem Projekt unterstützen. Unter anderem teilen die Forscher, die bereits Schnüffelhunde zum Erkennen der Vogelgrippe trainiert haben ihr Wissen mit uns und geben uns wertvolle Tipps für unser Projekt. In den nächsten Tagen werden wir alle Ratschläge und Tipps gemeinsam auswerten.

 
Freitag, 10.04.2020
Diese Woche war für unsere Projektgruppe sehr turbulent und produktiv. Wir sind hervorragend beraten worden aus der Wissenschaft und durch Universitäten, wofür wir sehr dankbar sind. Die Beratungen haben zu vielen neuen Erkenntnissen geführt und uns die Herausforderungen deutlich gemacht.
Wir wissen jetzt, womit wir es zu tun haben und welche Herausforderungen in der kommenden Zeit geklärt werden müssen.
Gleich vorweg: Zum heutigen Zeitpunkt wissen wir noch nicht, ob es umsetzbar sein, wird Corona-Hunde auszubilden. Aber all unsere Projektgruppenmitglieder arbeiten unter Hochdruck Seite an Seite.
Nun die wichtigsten Ergebnisse in der Zusammenfassung für Euch:
• Eine Ausbildung von Corona-Hunden würde nur unter mindestens Labor Sicherheitsstufe 3 möglich sein. Dies bedeutet höchste Sicherheitsvorkehrungen und Schutzmaßnahmen für das Training, die Trainer und Hunde.
• Wir wissen derzeit noch nicht genau, ob die Hunde in der Lage sind eine Veränderung im Körper eines Covid-19-Infizierten zu riechen.
• Momentan wissen weder wir noch all unsere internationalen Kollegen und Organisationen, die zeitgleich zu Corona-Hunden arbeiten, welche Probe genau benötigt wird, damit Hunde eine Veränderung riechen können. Versuche würden derzeit einem Trial-and-Error Prinzip gleichen.
• Es ist aktuell noch unklar, ob Hunde nicht nur Bakterien und Krebs riechen können, sondern auch Viren.
• Bisher konnte noch nicht bestätigt werden, ob Hunde auch auf abgetötete (und demnach für die Hunde sichere) Viren trainiert werden können und trotzdem später lebende Corona-Viren bei Infizierten bemerken können. Wissenschaftliche Studien zu diesem Thema stehen noch aus.
• Malaria-Spürhunde können nicht mit Corona-Hunden verglichen werden, da Malaria Einzeller sind und Covid-19 Viren! Aus diesem Grund kann nicht abgeleitet werden, dass Corona-Hunde ebenso wie Malaria-Spürhunde ausgebildet werden können.
• Sollte es zu einem Einsatz von Corona-Hunden kommen können, müssen hier ebenfalls hohe Sicherheitsvorkehrungen eingehalten werden. Beispielsweise wird ein Anzeigen des Hundes nur auf mindestens zwei Meter Abstand möglich sein, sodass alle Hunde auf ein Anzeigekommando auf Distanz trainiert werden müssten.

Sehr erfreuliche Nachrichten gibt es auch:
Unser Team hat sich vergrößert! Wir sind begeistert, dass immer mehr Menschen helfen möchten. Eine weitere (angehende) Assistenzhundetrainerin, die im Deutschen Roten Kreuz tätig ist, ist dazu gestoßen. Zusätzlich werden ab sofort Experten aus anderen Hundetrainingsbereichen unsere Projektgruppe bereichern: Die Projektgruppe gewinnt mit dem Sprengstoffhundeausbilder Detlef Zumdiek von Zumdiek K9 aus Rheinland-Pfalz ein sehr erfahrenes und kompetentes Gruppenmitglied. Aber nicht nur aus Deutschland haben sich tolle Trainer eingefunden, sondern auch aus dem Ausland. Unsere Projektgruppe wird jetzt richtig international. Wir freuen uns sehr, dass Bill Grimmer aus Kanada, mit 60-jähriger Erfahrung im Spürhundetraining, Dave Brunnock von Brunnock Canine Solutions aus Irland und Valerie Ann Erwin von New Paltz Dog Training & Canine Adventures aus den USA in unserer Projektgruppe dabei sind. Die neuen Mitglieder werden in der kommenden Woche auf dieser Webseite vorgestellt werden.
 
 
Donnerstag, 02.04.2020:
1. Schritt
Bisher hat die Projektgruppe schon geschafft Fragen zur Probenbeschaffung und möglichen Proben zu klären. Derzeit werden Kontakte zu Experten aufgebaut. Die Grundlagen des Trainings wurden bereits festgelegt. Alle arbeiten mit viel Engagement und Einsatz.

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