Ablauf der Ausbildung von Assistenzhunden

Das Deutsche Assistenzhunde-Zentrum verfügt über qualifizierte Assistenzhundtrainer an verschiedenen Standorten in unterschiedlichen Regionen in Deutschland. So können wir Ihnen in vielen Regionen Deutschlands weiterhelfen. Ihre Anfahrtszeit zu Trainingsstunden bei Ihrem Assistenzhundtrainer beträgt meist maximal 50 km. Häufig findet sich sogar ein qualifizierter Trainer an Ihrem Wohnort.

Die Ausbildung eines Assistenzhund Welpen dauert insgesamt immer ca. 18 bis 24 Monate und umfasst die Grundausbildung und das Training der speziellen Aufgaben. Hat der Betroffene mehrere Behinderungen, kann eine duale Ausbildung auf zwei Assistenzhundarten erfolgen.

 

 

Selbstausbildung

Mit Welpen

Sie melden sich entweder bei dem Assistenzhundetrainer in Ihrer Nähe, den Sie in der Postleitzahlensuche finden können oder stellen eine allgemeine Anfrage an das Deutsche Assistenzhunde-Zentrum T.A.R.S.Q., das Ihre Anfrage an den Trainer in Ihrer Nähe weiterleitet.
Telefonisch, per Email und in einem persönlichen Treffen können Sie dem Assistenzhundetrainer alle Fragen stellen, die Sie zu einem Assistenzhund haben und herausfinden, ob Sie wirklich einen Assistenzhund möchten. Der Assistenzhundetrainer wird Sie realistisch über den weiteren Ablauf und alles, was es zu bedenken gibt, aufklären. Beschließen Sie, dass Sie gerne einen Assistenzhund haben möchten, beginnt der Trainer mit der Suche nach einem geeigneten Welpen.

Ihr Welpe zieht in der Regel im Alter von neun Wochen bei Ihnen ein und lebt die ganze Zeit über bei Ihnen. Gemeinsam mit dem Welpen besuchen Sie über 18 bis 24 Monate die Trainingsstunden in Ihrer Nähe. Wie viele und wie häufig Sie Trainingsstunden wählen, obliegt hierbei völlig Ihnen. Die meisten wählen 1x wöchentlich 60 Minuten Training oder alle zwei Wochen Training. Das Training findet an unterschiedlichen Orten in der Öffentlichkeit und ggf. falls erforderlich, auf Wunsch, bei Ihnen zu Hause statt, dort wo Ihr Assistenzhund später arbeiten soll.
Am Ende der Ausbildungszeit absolvieren Sie gemeinsam mit Ihrem Hund bei Ihrem Trainer den Public Access Test unseres Assistenzhunde-Dachverbandes IAADP, um zu prüfen, ob Ihr Hund sich in jeder Situation einem Assistenzhund angemessen verhält, gut ausgebildet worden ist und die hohen Standards einhält. Gleichzeitig zeigt Ihnen der Public Access Test, ob Ihr Hund bereit für die Prüfung ist oder noch zusätzliches Training benötigt. Anschließend nehmen Sie mit Ihrem Hund an der staatlichen Assistenzhund-Team-Prüfung bei einem anerkannten unabhängigen Prüfer teil. Nach Bestehen der Prüfung erhalten Sie eine Assistenzhundeweste für Ihren Hund und Ihr Hund ist ab diesem Zeitpunkt als Assistenzhund anerkannt. Jetzt haben Sie Zugang in alle öffentlichen Gebäude und können Ihren Assistenzhund auf Flugreisen in der Kabine vor Ihren Füßen transportieren. Durch die Prüfung wird gezeigt, dass Ihr Assistenzhund die höchsten Standards einhält, sich in der Öffentlichkeit angemessen für einen Assistenzhund benimmt, seine Hilfsaufgaben für Sie zuverlässig erfüllt und jederzeit unter Kontrolle ist. Die Prüfung macht Ihren Hund zu einem richtigen Assistenzhund.


Mit bereits vorhandenem eigenem Hund

Haben Sie bereits einen Hund und möchten diesen, falls möglich, zu Ihrem Assistenzhund ausbilden, ist dies bei einer Eignung Ihres Hundes möglich.
Das Alter und die Rasse Ihres Hundes spielen hierbei keine Rolle, sofern Ihr Hund für seine Aufgaben und die Arbeit als Assistenzhund geeignet ist.

Kontaktieren Sie einen Assistenzhundetrainer des Deutschen Assistenzhunde-Zentrums T.A.R.S.Q. in Ihrer Nähe, um einen Termin für einen Eignungstest für Ihren Hund zu vereinbaren. Besteht Ihr Hund den Eignungstest, können Sie gemeinsam die Ausbildung zum Assistenzhund beginnen, mit den Trainingskursen starten und am Ende den Public Access Test des Dachverbandes absolvieren. Nach erfolgreicher Ausbildung legen Sie mit Ihrem Hund eine staatliche Assistenzhund-Team-Prüfung ab, damit Ihr Hund die Anerkennung als Assistenzhund erhält.

Der Assistenzhundetrainer in Ihrer Nähe wird nach dem Eignungstest gemeinsam mit Ihnen erörtern, welche Aufgaben Ihr Hund erlernen kann, um Ihnen zu helfen. Anhand dieser Angaben wird der Assistenzhundetrainer einen individuellen Trainingsplan erstellen, der sich an dem Vorwissen Ihres Hundes orientiert. Während der Trainingsstunden werden Sie entlang des Trainingsplans lernen, die Aufgaben mit Ihrem Hund einzuüben. Bei allen Fragen, die Sie zum Training oder der Ausbildung Ihres Hundes haben, steht Ihnen Ihr Assistenzhundetrainer jederzeit zur Seite. Je nachdem wie viel Sie mit Ihrem Hund üben, welche Aufgaben er erlernen soll und welches Vorwissen Ihr Hund bereits hat, sind Trainingsstunden mit einer Ausbildungszeit von 6 bis 12 Monaten üblich.


 


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Fremdausbildung

Das Deutsche Assistenzhunde-Zentrum T.A.R.S.Q. bildet Assistenzhunde für alle Bedürfnisse nach den höchsten Standards aus. Alle Assistenzhunde werden von erfahrenen Assistenzhundetrainern individuell auf Ihre Bedürfnisse ausgebildet. Sollten Sie unter einer Behinderung leiden, die Sie stark einschränkt, sprechen Sie uns an und wir teilen Ihnen gerne mit, ob die Ausbildung eines Assistenzhundes möglich ist.

Die Welpen kommen in der Regel aus dem eigenen Assistenzhunde Zuchtprogramm oder von ausgewählten Züchtern. Jeder Welpe wird anhand eines speziellen Eignungstests für seine späteren Aufgaben ausgewählt. Nur sehr wenige Welpen sind für diese Arbeit als Assistenzhund geeignet. Zwischen acht und zwölf Wochen ziehen sie in eine Patenfamilie, die den Welpen an ein Familienleben und verschiedene Umweltreize gewöhnt und unter Anleitung Grundkommandos übt.
Während der Patenzeit finden regelmäßige Treffen der Patenfamilien mit einem unserer geschulten Patenbetreuer statt, um die bestmögliche Sozialisierung des Welpen zu garantieren. Während der Patenfamilienzeit wird die Entwicklung und das Verhalten des Welpen regelmäßig von dem Patenbetreuer geprüft und dokumentiert.

Zwischen 15 und 18 Monaten zieht der Junghund zu einem unserer Assistenzhundetrainer. Alle Hunde werden in dieser Zeit eingehend auf ihre Gesundheit untersucht, sowie müssen sich zu Beginn wieder einem Wesens- und Eignungstest unterziehen. Zusätzlich wird geprüft, ob dieser Hund den Anforderungen als Assistenzhund gerecht werden kann und sich sicher und souverän in der Innenstadt, am Bahnhof, in Verkehrsmitteln und an unterschiedlichen Orten bewegen kann. Sollte der Hund alle Tests bestehen und bester Gesundheit sein, wird er sechs bis zwölf Monate auf seine speziellen Aufgaben als Assistenzhund trainiert. Nach dieser Ausbildungszeit, bevor das Matching mit dem neuen Assistenzhundepartner stattfindet, absolviert der Trainer mit dem Hund den Public Access Test der IAADP, um sicherzustellen, dass der Hund vollständig, gut und nach den höchsten Standards ausgebildet wurde.

Am Ende der Ausbildungszeit beginnt der Trainer bereits das Profil des Hundes mit den Profilen der Bewerber abzugleichen, um herauszufinden zu wem der Hund am besten passt. Haben sich Assistenzhund und Bewerber kennengelernt und gezeigt, dass sie gut zusammen arbeiten können und perfekt zusammen passen, beginnt die Einarbeitung des Teams.
Die Einarbeitung findet in der Regel in Ihrer direkten Wohnortnähe oder an Ihrem Wohnort statt, damit Sie keine Reise auf sich nehmen müssen.

Nachdem Sie und Ihr Assistenzhund sich aneinander gewöhnt haben und im Alltag als eingespieltes Team gemeinsam arbeiten, nehmen Sie an der staatlichen Assistenzhund-Team-Prüfung teil, die sicherstellen möchte, dass Ihr Assistenzhund Ihnen die Hilfe bietet, die Sie benötigen. Nach bestandener Prüfung ist Ihr Hund offiziell ein Assistenzhund und darf Sie überallhin begleiten. 
Über die Lebenszeit Ihres Assistenzhundes bleibt der Assistenzhundetrainer mit Ihnen in Kontakt, trifft sich, wenn gewünscht, in regelmäßigen Abständen mit Ihnen, um Ihnen ggf. eine Nachschulung anzubieten oder gibt Ihnen Trainingstipps und ist jederzeit bei Fragen für Sie da.



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